Verantwortungsvolles Spielen
Diese Seite dient ausschließlich der Information über Spielerschutz und verantwortungsvolles Verhalten. Wir betreiben selbst kein Glücksspiel.
Glücksspiel ab 18 — und mit Risiko
Gesetzlich ist Glücksspiel in Deutschland erst ab dem vollendeten 18. Lebensjahr erlaubt. Jede Form des Glücksspiels birgt ein Risiko, zur Sucht zu führen. Der sogenannte Hausvorteil ist ein fester mathematischer Vorteil des Anbieters und liegt je nach Spiel zwischen 1% und 10% oder sogar darüber. Du spielst also immer gegen die Wahrscheinlichkeit.
Warnsignale — wann es problematisch wird
Frühzeitig erkannte Anzeichen können vor einer Eskalation schützen. Diese Verhaltensweisen deuten auf ein problematisches Spielverhalten hin:
- Du verlierst regelmäßig das Zeitgefühl während des Spielens.
- Du denkst ständig an Glücksspiel oder frühere Spielerlebnisse.
- Du versuchst, Verluste durch weiteres Spielen zurückzugewinnen.
- Du leihst dir Geld von anderen oder greifst auf Ersparnisse zurück, um spielen zu können.
- Du verschweigst dein Spielverhalten vor Familie oder Freunden oder beginnst zu lügen.
- Du wirst reizbar oder unruhig, wenn du nicht spielen kannst.
- Dein Spielen führt zu Vernachlässigung von Arbeit, Hobbys oder sozialen Kontakten.
Praktische Limits, die wirken
Effektive Limits werden vor der Spielsession gesetzt, nicht im emotionalen Moment eines Gewinns oder Verlusts. Sie wirken als feste Barriere. Viele Anbieter bieten technische Werkzeuge an, die diese Selbstkontrolle unterstützen.
Ein tägliches oder wöchentliches Einzahlungslimit begrenzt den finanziellen Einsatz von vornherein. Ein Verlustlimit stoppt das Spiel automatisch, wenn ein vorher definierter Betrag erreicht ist. Ein Sitzungslimit oder Timer unterbricht die Session nach einer bestimmten Zeit und fordert eine bewusste Pause ein.
Diese Werkzeuge sind nur wirksam, wenn du sie mit realistischen Werten belegst und sie nicht umgehst, etwa durch die Eröffnung eines neuen Accounts.
Hilfe bei Spielsucht
Falls du das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren, gibt es kostenlose und anonyme Beratungsstellen. Professionelle Hilfe ist der erste Schritt.
| Anbieter | Telefon | Webseite-Hinweis |
|---|---|---|
| Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) | 0800 1372700 (kostenlos, 24/7) | bzga.de |
| Caritas Suchtberatung | 0800 1116131 | caritas.de |
| Fachverband Spielsucht e.V. | 0800 3260000 | spielsucht-hilfe.de |
| GamCare (englischsprachig) | 0808 8020 133 | gamcare.org.uk |
OASIS-Sperrdatei nutzen
OASIS ist die zentrale Sperrdatei der deutschen Glücksspielaufsichtsbehörden. Über dieses staatliche Portal kannst du dich selbst für alle in Deutschland lizenzierten Online-Casinos sperren lassen. Die Sperre ist verbindlich und hat eine Mindestdauer von einem Jahr. Sie kann nicht einfach vom Spieler aufgehoben werden. Dies ist ein wirksames Instrument für einen kompletten Neuanfang. Die Registrierung erfolgt unter https://oasis.glueckspielwesen.de.
Bei Diva Spin verfügbare Schutz-Werkzeuge
Der Anbieter Diva Spin stellt seinen Kunden eine Reihe von Instrumenten zur aktiven Spielkontrolle bereit. Diese findest du in der Regel in den Kontoeinstellungen unter "Spielerschutz".
- Einzahlungslimit: Du legst fest, welchen maximalen Betrag du innerhalb eines Tages, einer Woche oder eines Monats einzahlen kannst.
- Verlustlimit: Erreichst du diesen selbst gesetzten Verlustbetrag, wird dein Spielaccount vorübergehend gesperrt.
- Sitzungslimit: Nach Ablauf einer bestimmten Spielzeit wirst du automatisch abgemeldet.
- Reality-Check: In regelmäßigen Abständen wird ein Pop-up-Fenster mit deiner Spielzeit und deinen Einsätzen eingeblendet.
- Selbstausschluss: Du kannst eine zeitlich begrenzte oder dauerhafte Sperre deines Accounts beantragen.
Die Wirksamkeit dieser Tools hängt von deiner konsequenten Nutzung ab. Ein deaktiviertes Limit bietet keinen Schutz.
An Angehörige und Freunde
Wenn du vermutest, dass eine Person in deinem Umfeld spielsüchtig ist, ist deine Aufmerksamkeit gefragt. Beobachte die genannten Warnsignale sachlich. Suche ein ruhiges Gespräch, ohne Vorwürfe zu machen. Zeige Verständnis für die Situation, mache aber die Problematik deutlich. Deine wichtigste Rolle ist, den Betroffenen zu motivieren, professionelle Hilfe anzunehmen. Du kannst ihn zu einem Anruf bei einer der Beratungshotlines begleiten. Informationen für Angehörige findest du ebenfalls auf den Webseiten der genannten Hilfsorganisationen.
